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Die Museumssammlung


Das Historische Museum Olten sammelt Dinge, die als Zeugnisse für das Leben und die Tätigkeiten der Menschen in der Stadt Olten und in einer weiteren Region dienen können. Mit den grossen und kleinen, seltenen oder alltäglichen Objekten stellen wir Themen der Kulturgeschichte dar.

Die Sammlungen sind das wichtigste Mittel der Museumsarbeit. Sie zu bewahren und zu erforschen ist eine unserer Hauptaufgaben.

Ausgewählte Objekte aus unseren Beständen sind in der Bildersammlung auf diesen Seiten zu sehen.

Der ungewöhnlich grosse, wohl einmalige Bestand an steinzeitlichen Artefakten aus der Region Olten ist für die Urgeschichtsforschung wertvoll. Hier hergestellte Feuersteingeräte wurden über grosse Distanzen zu den Benützern in andern Siedlungsgebieten transportiert. Ein Teil der archäologischen Sammlungsbestände der Kantonsarchäologie Solothurn wird im Historischen Museum Olten aufbewahrt.

Das gilt auch für die repräsentativen Fundgruppen aus mittelalterlichen Burgstellen. In der Region Olten sind zum Beispiel die Frohburg bei Trimbach, die Alt-Wartburg (Aargau) und die Burg von Rickenbach SO ausgegraben worden. Deshalb liegt in Olten ein guter Bestand mittelalterlicher Fundobjekte. Geräte von der Alt-Wartburg hat die Kantonsarchäologie Aargau dem Historischen Museum Olten leihweise überlassen.

Mit den vielseitigen und reichen Sammlungen aus der Neuzeit dokumentiert das Museum die Bevölkerungsgeschichte der Stadt Olten, die Siedlungslandschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region.

Bilder von Personen und Dinge aus dem privaten Leben erinnern an die Lebensverhältnisse in früherer Zeit.

Landschaftsbilder und Landkarten aus mehreren Jahrhunderten, Modelle und Architekturteile dienen dazu, den Wandel der Kulturlandschaft und der Ortsbilder zu beschreiben.

Ein Hauptteil der Museumssammlungen besteht aus wirtschaftsgeschichtlichen Objekten. Damit können wir Fragen der Verkehrsgeografie und die Geschichte von Industrieunternehmen und Gewerbebetrieben behandeln - ein für die Geschichte von Olten zentraler Themenkreis.

Öllampen aus Ton
Glasierte Ständerlampe und osmanische Schalenlampe

Sammlung Lichttechnik


Ein Schwergewicht in den Sammlungen des Museums ist seit Langem der Geschichte der Lichttechnik gewidmet. Das Museum besitzt dank wertvollen Schenkungen eine ungewöhnlich grosse Sammlung historischer Öllampen. Ein Teil dieses Materials ist in einer Dauerausstellung zu sehen.

Zu diesem Thema führt das Museum eine besondere Internet-Homepage (Licht)

Weitere Stichworte: Oil Lamps, Leuchten, Beleuchtung, Brennstoffe, Kunstgewerbe

Das Historische Museum Olten hat mit der Zeit eine grosse Sammlung von Leuchten und von allgemeinem Gerät der Lichttechnik aufgebaut. Um 1965 erhielt es wertvolle Objekte aus der Privatsammlung von Walter Friedrich Tschudin (1898-1986), Chemiker und Geologe in Basel. Weitere Gegenstände übergab Hugo Champion, Olten. Im Jahr 2003 vermachte der Ostschweizer Chemiker und Industrielle Hermann Müller dem Museum eine umfangreiche Sammlung, zur Hauptsache Öllampen aus allen Epochen. Dazu kamen kürzlich viele Gegenstände aus der Sammlung von Otto Eisenring.

Bis weit in das 20. Jahrhundert galt es auch bei uns keineswegs als selbstverständlich, in jedem Haus und fast überall in den Dörfern und Städten stets ausreichend Licht einschalten zu können.

Die ersten Lampen
Die älteste Lampenform bestand aus einem leicht ausgehöhlten Stein. In der Schale brannte Fett mit einem dochtähnlichen Material, zum Beispiel Moos. In der Zeit der Phönizier, etwa um 700 vor Christus, erscheinen die ersten Tonschalen mit teilweise oder ganz umgestülptem Rand. Eine röhrenförmige Tülle hält den aus Pflanzenfasern gedrehten Docht. Die griechischen Lampenhersteller formten besondere Lampen auf der Töpferscheibe. Römische Lampenfabriken bevorzugten die schnelle und serienmässige Herstellung mit Negativformen. Auf ihren Lampen gibt es vielerlei Verzierungen. Etwas mehr Licht ergibt die Firmalampe, die ihren Namen wegen dem abgebildeten Herstellernamen hat. Seit der römischen Zeit gibt es auch Schwimmdochtlampen und Kerzenleuchter.

Cardanlampen
Das Ölreservoir liegt bei diesem Gerät höher als die Brennstelle, und so fliesst das Öl nach und nach zur Flamme. Das war die erste nennenswerte Verbesserung in der Lampentechnik seit der Antike. Diese Lampen haben ihren Namen vom italienischen Physiker und Arzt Hieronimo Cardano (1505-1576). Das im Ölbehälter eingeschlossene Öl kann nur durch ein kleines Locht zum Docht gelangen. Die Öffnung wird erst frei, wenn die Flamme etwas Öl verbrannt hat und somit Luft in den Behälter eindringen kann.

Handpumplampen
Baim Niederdrücken des Oberteils der Lampe wird das im Sockel liegende Öl durch Ventile zum Brenner hinauf befördert. Bei andern Lampen dient dazu ein seitlich angebrachter Pumphebel. Die Lampen bestehen aus Zinn, Weissblech oder Messingblech. Handpumplampen kennt man seit der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Lampen mit Argand-Brenner
Um 1783 erfand François Pierre Ami Argand (1750-1803) aus Genf eine neue Brennerform mit einem Hohldocht in zwei konzentrischen Röhrchen. Argand-Hohldochtbrenner sind in allen grossen Lampentypen des 19. Jahrhunderts eingebaut und dienen auch für Petrollampen.

Uhrwerklampe
Im Unterschied zu den frühen Argand-Lampen haben diese Geräte keinen Ölbehälter neben dem Brenner. So entsteht rings um die Flamme kein störender Schatten. Das Ölreservoir befindet sich im Lampenfuss, von wo aus ein Uhrwerk (Federwerk) mit einem feinen Pumpwerk das Öl langsam zum Brenner befördert. Als Erfinder dieses Lampentyps gilt Bernard-Guilleaume Carcel (1750-1812).

Moderatorlampen
Das Öl steigt unter dem Druck einer Spiralfeder vom Behälter im Lampenfuss zum Hohldochtbrenner. Eine Ledermanschette unter der Feder drückt auf das Öl, das durch ein enges Rohr zum Brenner fliesst. Im Rohr sorgt ein Stangenventil, der so genannte Moderateur, für den Druckausgleich, wenn sich die Feder entspannt. Die Moderatorlampe wurde um 1836 in Frankreich erfunden.

Geschichte der Lichttechnik seit dem 19. Jahrhundert
Kurz nachdem die Erfinder und Techniker vor allem in Frankreich die weit entwickelten Öllampen entwickelt hatten, traten neue Energiequellen in Erscheinung, die den alten, mit Pflanzenöl betriebenen Lampen rasch den Rang abliefen. Auch aus der Geschichte des Gaslichts, der Petrollampen und der Elektrizität sind Objekte in der Sammlung des Historischen Museums Olten vorhanden.