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Archäologie im Museum


Zwischen dem Historischen Museum Olten und der Kantonsarchäologie Solothurn besteht eine enge Partnerschaft. Die Kantonsarchäologie erforscht und dokumentiert die Bodenfunde und die bekannten Siedlungsplätze im ganzen Kantonsgebiet und publiziert die Ergebnisse der langjährigen Untersuchungen. Im Historischen Museum Olten ist das Archäologische Museum Kanton Solothurn untergebracht.

In der Gegend von Olten sind besonders viele Siedlungsstellen aus der Steinzeit bekannt geworden. Dazu hat der talentierte Feldforscher Theodor Schweizer (1893-1956) viel beigetragen. Nicht zuletzt dank seiner Untersuchungen wissen wir, dass in einigen Höhlen in der Umgebung der Stadt schon in der Altsteinzeit immer wieder Menschen wohnten: zum Beispiel in den Sälihöhlen, im Käsloch bei Winznau, das Eduard Bally 1905 ausgegraben hat, und unter den Felsvorsprüngen im Müliloch bei Starrkirch-Wil, wo Theodor Schweizer 1921 forschte. Auch auf freien Anhöhen gab es kleine Dorfsiedlungen, so etwa auf dem berühmt gewordenen Hügelzug des Dickenbännli zwischen Olten und Trimbach.

Aus den Felsmassiven der Jurahöhen bei Olten gewannen die Steinzeitleute den Silex (Feuerstein), einen harten, für vielerlei Zwecke verwendbaren Rohstoff. In den umliegenden Dörfern verarbeiteten die Handwerker die Knollen zu verschiedenen Spezialwerkzeugen, die weitherum sehr begehrt waren. Silex aus Olten findet man bei Ausgrabungen fast im ganzen Schweizer Mittelland. Im Winter 2009-2010 hat eine archäologische Ausgrabung am westlichen Stadtrand von Olten eine bedeutende steinzeitliche Abbaustelle von Feuerstein aufgedeckt.

Museumsobjekt: Sankt Urban Backstein
Objekt des HMO: Backstein aus der Werkstatt des Klosters St. Urban, 13. Jh.

Archäologie im Kanton Solothurn


Seit Jahrhunderten sind im Kanton Solothurn historische Bodenfunde entdeckt worden. Aus Privatbesitz gelangten die alten Fundobjekte in den Besitz des Kantons und in die städtischen und lokalen Museen.
Heute ist die Kantonsarchäologie Solothurn allein für die neu entdeckten Bodenfunde und für die Dokumentation der Siedlungsspuren auf dem Hoheitsgebiet des Kantons zuständig.

Das Team der Kantonsarchäologie Solothurn erforscht durch Ausgrabungen die alten Siedlungsstrukturen, die bei Bauvorhaben zum Vorschein kommen. So erweitern sich die Kenntnisse über die Vergangenheit laufend, und die Geschichte der Ortschaften wird stets besser bekannt.
Die neuen Forschungsergebnisse werden mit Führungen, Vorträgen, Ausstellungen und Publikationen der Öffentlichkeit vorgestellt.